Viele kleine und mittlere Unternehmen (KMU) schieben die Digitalisierung ihrer Arbeitsabläufe auf, weil der Einstieg unübersichtlich wirkt. Diese sechs Praxistipps zeigen, worauf es bei der Umsetzung ankommt.

Tipp 1: Bestehende Abläufe hinterfragen

Vor der Auswahl neuer Software lohnt sich ein genauer Blick auf die bisherigen Abläufe: Wo entstehen Wartezeiten für Kunden? Welche Schritte lassen sich vereinfachen? Und wo entlasten digitale Prozesse die eigenen Mitarbeitenden von wiederkehrender Routinearbeit, damit mehr Zeit für das Kerngeschäft bleibt?

Tipp 2: Schrittweise vorgehen

Statt sämtliche Unternehmensbereiche gleichzeitig umzustellen, beginnen Sie dort, wo mit überschaubarem Aufwand ein klarer Nutzen entsteht. Sobald sich ein erster Teilprozess im Alltag bewährt hat, lässt sich der nächste Schritt planen.

Tipp 3: Mobile Endgeräte einplanen

Ob im Aussendienst, auf der Baustelle oder auf Kundenseite: Viele Aufgaben finden heute auf dem Smartphone oder Tablet statt. Deshalb verfolgen immer mehr Unternehmen eine «Mobile First»-Strategie.

Wir entwickeln Apps, die solche Abläufe direkt abbilden – zum Beispiel Kunden-Apps für Serviceanfragen ohne Warteschleife am Telefon oder interne Lösungen für die Ferien- und Einsatzplanung.

Konzeption eines BPMN Prozesses welcher die Basis sämtlicher Digitalisierungs-Massnahmen ist.

Tipp 4: Digitale Angebote ergänzen

Digitale Werkzeuge verändern oft auch das eigene Angebot. Neben schnelleren Kommunikations- und Vertriebswegen entstehen teils neue digitale Leistungen, etwa wenn ein Trainingsanbieter seine Betreuung durch eine eigene Trainings- oder Ernährungs-App ergänzt.

Tipp 5: Offene und schlanke IT-Systeme wählen

Grosse, starre Komplettsysteme führen häufig zu langen Einführungszeiten und hohen Folgekosten. Schlanke Systeme mit dokumentierten Schnittstellen lassen sich einfacher anpassen und bei Bedarf erweitern. Wichtig ist vor allem, dass sich Systeme wie das Enterprise-Resource-Planning (ERP) sauber mit bestehenden Webshops oder Fachanwendungen verbinden lassen.

Die Umsetzung der Digitalisierung erfolgt durch verschiedenste Tools.

Tipp 6: Vom Endnutzer aus planen

Ob eine digitale Lösung im Alltag genutzt wird, entscheidet sich an ihrer Bedienbarkeit. Beziehen Sie die späteren Nutzer – Mitarbeitende ebenso wie Kunden – frühzeitig in den Entwurf ein, prüfen Sie die Abläufe entlang der Buyer’s Journey und testen Sie Prototypen vor der eigentlichen Programmierung.